Langsam sortieren sich meine Eindrücke und die KräuterWalz Erfahrungstexte nehmen Gestalt an.
Im Sommer 2021 habe ich mir ein paar Monate Zeit genommen und durfte unter Anderem meine Heimat mit ganz anderen Augen kennen lernen. Es war ein großartiges Gefühl den Hunsrück mit Zeit und Muße zu fuß zu bereisen. Nun will ich euch einladen mit mir eure eigenen Erfahrungen zu leben. Aus der Wander-Zeit ist in Zusammenarbeit mit meinem Team, dieses abenteuerlich schöne Programm für euch entstanden.
Auf einer 5 tägigen Tour, wollen wir euch auf aufmerksame Weise durch dick und dünn begleiten.
Vom Rucksackpacken bis zum selbsternannten Ziel.
Und da ja bekannter Weise der Weg das Ziel ist, lassen wir uns Zeit.
Hier geht es hauptsächlich um das eigene, gute Tempo. Jeder/e darf den eigenen Rhythmus finden. Um das herunter und heraus kommen aus dem Alltag bewusst zu erleben. Und um eine Welt, die sich tagtäglich unter unseren Füßen befindet, zu erfahren.
Die Wanderswelt;)
Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.
Martin Walser weiterlesen…

Hagebutten, frisch und noch fest
Jetzt ist es bald soweit. Ich bin aufgeregt. Freudig aufgeregt und ich gebe es zu, manchmal auch skeptisch. Vor allem wenn ich meinen Rucksack, der mit Büchern beladen (Trainings-Gewicht), in der Ecke steht betrachte. Die Freude auf wenig Ballast im Alltag und 0% Termine überwiegt meine Sorge. Die Sorge das Wenige, auf das ich mein materielles Leben in den nächsten Monaten reduzieren darf, nicht tragen zu können. Was ist wenn der Rücken streikt? Die Füße nicht mehr wollen? Dann atme ich tief durch-erinnere mich an all die Abenteuer und Herausforderungen die ich bisher meistern durfte und dann steigt die Freude wieder auf. Mit ihr die Leichtigkeit. Ich habe absolutes Verständnis für meine Bedenken. Verständnis für mich und die widersprüchlichen Gefühle kurz vor dem Start. Ist es nicht immer so? Das Loskommen ist der schwierigste Schritt auf der ganzen Reise. Wie ein Sprung ins kalte Wasser. Und ist der getan, dann denkt man bei sich “ Ja geht doch! “
Die Ausrüstung ist fast zusammen, es fehlt nur noch ein Aufladekabel für die Powerbank, die Wanderstöcke (welche ich auch zum Tarp aufstellen brauchen kann) und oh Schreck die Schuhe! Ausgerechnet bei den Schuhen kann ich mich nicht entscheiden. Aber ich bin optimistisch eine gute Lösung zu finden. Im letzten Winter haben sich meine HanWag Wanderschuhe verabschiedet. Daraufhin habe ich beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen und etwas Neues auszuprobieren. Ich mag keine super, festen, steifen Wanderschuhe tragen im Hochsommer. Nur mit Sandalen? Leichte Turnschuhe oder gar Barfußwanderschuhe?
Vor einem Monat begegnete ich Frank Brunswig Profikoch, seines Zeichens, auf ganz spezieller Gourmet-Mission, durch den Hunsrück. Er ist mit seiner Vesper unterwegs, besucht Menschen die Lebensmittel auf alte oder besondere Weise produzieren. Oder, wie in meinem Fall, finden:)
