-Willkommen in der Wildpflanzenschule Hunsrück-

Liebe Wildpflanzenfreunde,

schön euch hier begrüßen zu dürfen. Jetzt da die Tage noch kurz sind und die Pflanzen,
als Sämlinge im Boden auf die Sonne warten oder sich in ihre starken Wurzeln zurückgezogen haben,
hat auch die Wildpflanzenschule noch Winterpause. Winterzeit ist Rückschau und Planungszeit.
Was lief gut, wofür sind wir dankbar, was könnte besser klappen, was für Wünsche haben wir für das kommende Jahr? Mit dem Träumen und Planen waren wir schon fleißig. Ab sofort, könnt ihr euch grünes Pflanzen-Glück und Wildnis-Wissen reservieren.

Programm-Vorschau 2023:

Im Frühling wenn die Sonne den Boden wieder wachzukitzeln beginnt, starten unter Anderem die Kräuterwerkstatt und der Kräuterzirkel in die nächste Runde. Auch die Kräuterwanderungen sind größtenteils online. Darunter 4 jahreszeitliche-Kräuterspaziergänge und eine große Baumwanderung mit anschließender Baummanufaktur.

Im März werde ich wieder den Vortrag – Leben in den Wäldern – halten und euch von meiner fast zwei jährigen Lehrzeit in den Wäldern Österreichs berichten.
60% der Einnahmen gehen an die Stiftung Target

Im Wildnisbasiskurs “Into the Wald” und der 5 tägigen Wildniswanderung werden wir gemeinsam Wildnis-Fertigkeiten erproben und unsere Naturverbindung stärken.

Auch in den Gödenrother Gärten bieten wir euch wieder ein abwechslungsreiches Programm.

Im Wildpflanzenschulen Newsletter werde ich euch durch das Programm im Jahresverlauf leiten.
Noch nicht dabei? Hier geht´s zur Anmeldung: Newsletter

Und hier geht’s zur ausführliche Programmübersicht

Ihr wollt euch ein Bild über unsere Arbeit machen? Vom SWR gibt es einen schönen Beitrag über unsere Dozentinnen und ihre “natürlichen” Leidenschaften.

Expetition in die Heimat-eine abenteuerliche Kräuterwanderung im Hunsrück

Neugierig geworden?
Schöööön. Es gibt noch mehr zu entdecken.
Nehmt euch einen Tee, macht es euch gemütlich und los geht’s.

Viel Spaß beim Stöbern.

Maria Salomé Hoffmann und Team

Und hier geht es weiter mit dem
Wildpflanzenblog

Neues Jahr, neues Pflanzenglück 🍀 Programm 2023

Liebe Wildpflanzenfreunde, 

auch von mir ein frohes neues Jahr. Spürt ihr es schon? Wir sind über den Berg.
Die Tage werden schon länger und ab dem 2. Februar (Maria Lichtmess)
geht es mit großen Schritten auf den Frühling zu;)

Ganz in diesem Sinne, waren wir fleißig mit dem Visionieren und haben die
Termine für 2023 fertig geplant. Im Frühling wenn die Sonne den Boden
wieder wach zu kitzeln beginnt und
die Wildpflanzen ihre ersten,
jungen Triebe aus der Erde schieben, starten unsere wilden Angebote in eine neue Umlaufbahn.

Programm 2023: 

Ende März starten wir mit der
Wildpflanzenfortbildung im 2. Jahr – dem Aufbau-Wissen
Die Fortbildung wird in diesem Format, das letzte Mal
stattfinden. Hier sind noch vier Plätze frei.

Aus der Wildpflanzenfortbildung in Einzeltagen,
wird ab dem Frühjahr 2024,
die zert. Wildpflanzen Jahresfortbildung.
Sie wird in 4 Modulen (Wochenenden) auf der Burg Waldeck stattfinden und fasst den Unterricht von bisher zwei Fortbildungsjahren, in einem Jahr zusammen. Bei Interesse können jetzt schon Plätze reserviert werden. 

Sowohl der KräuterZirkel  (ausgebucht) als auch die KräuterWerkstatt bieten hungrigen
Wildpflanzenfans eine rundum Versorgung mit Pflanzenwissen in 7-8 Monaten.
Wer dieses Jahr gerne,an der zertifizierten Wildpflanzenfortbildung teilgenommen hätte,
bucht diese Programme und
hat damit eine super Alternative.

Die KräuterWerkstatt wird unter der Woche stattfinden. Hier werden wir den Fokus ganz auf das Herstellen verschiedener, wohltuender Pflanzenzubereitungen legen. Sie ist gut geeignet, als Aufbaumöglichkeit nach oder zusätzlich zum Kräuterzirkel.
Hier sind aktuell noch 8 Plätze frei.

Ende März startet auch der KinderKräuterZirkel
Diesmal abwechselnd auf der Burg Waldeck und in unserem neuen Garten.
Wir “unterrichten” mit Elementen aus der Natur- und Wildnispädagogik.
Lassen dabei den Kindern Zeit zum entdecken und bieten mit Spielen,
Geschichten und Weiterverarbeitung der Pflanzen einen bunten Rahmen.
Für und mit Kindern ab 8 -12 Jahren.

Wer dem WildnisWissen die Hand reichen mag kann sich im März mit dem
Vortrag – Leben in den Wäldern – einstimmen lassen. Hier berichte ich von meiner
Draußen-Lehrzeit in den Wäldern Österreichs. Fernab von Wasserhahn und Steckdose.
60% der Einnahmen gehen an die Stiftung Target von einem meiner
menschlichsten und liebsten Vorbilder – Sir Vival – Rüdiger Nehberg
und 40% gehen an die Burg Waldeck e.V.

Am 24. Juni findet der Wildnisbasiskurs “Into the Wald” im Ehrenhain der Burgwaldeck statt.
Dieser Wildnis- und Survival Schnuppertag beinhaltet eine optionale Übernachtung
und ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen lehrreich.
Für weitere Infos folgt dem grünen Link

Ende Juli wird es wieder eine Wildnis Wanderung geben. Auf diese 5 Tage Draußen-Zeit mit euch, freue ich mich jetzt schon besonders. Also falls ihr mit mir zusammen, in die Hunsrücker WandersWelt, eintauchen wollt, meldet euch an;) Die Plätze sind begrenzt.

Kräuterwanderungen 

Natürlich dürfen auch die jahreszeitlichen Kräuterspaziergänge am Mühlenteich in Lingerhahn nicht fehlen. Die vier Termine ermöglichen einen schönen Einstieg in die Welt der wilden Pflanzen und ihrer Eigenschaften zu den verschiedenen Jahreszeiten.
Zeit: je Samstag von 14:00 bis ca. 16:00 Uhr

Die Baum Wanderung

Am 30. September wird es eine ganz besondere Kräuterwanderung geben.
Sie wird unseren Blick vom Boden und den krautigen Pflanzen nach oben zu den Riesen,
unter den Pflanzen lenken. Die Baumwanderung, ist eine etwas längere aber
dennoch gemütliche Wanderung (max. 6 Kilometer).
Mit kleiner Baummanufaktur und anschließendem Wildpflanzenmenü.
Open End am Lagerfeuer.

In den Gödenrother Gärten,
findet dieses Jahr wieder eine GartenführerInnen-Ausbildung statt.
Schon am 15. Februar begegnen wir uns Online, im unverbindlichen Orientierungs-Treffen.
Anschließend kann sich angemeldet werden. Alle weiteren “Ausbildungseinheiten”
werden in Präsenz stattfinden. Schreibt bei Interesse eine E-Mail an:
maria-salome.hoffmann@pernaturam.de

Programm der Gödenrother Gärten
Des Weiteren gibt es dieses Jahr ein großes Paket praxisnaher Angebote.
Unter anderem zum Thema Obstbaumschnitt, Fermentieren, kochen mit Wildpflanzen, Destillation, Pflanzenvermehrung, Wildbienenschutz, und regenerativ Gärtnern.

Susanne Fischer-Rizzi,
hält ein intensives Wochenendseminar zum spannenden Thema Aromabotanik.
Wir freuen uns schon sehr auf diese duftenden Sommertage im Juli.
ausgebucht

Außerdem eröffnen wir 7 mal im Jahr das Garten Café für euch. Lasst euch mit selbstgemachten, wilden und zahmen Köstlichkeiten verwöhnen und genießt die artenreiche Pflanzenwelt beim Schlendern durch die Gärten. Jeweils am Nachmittag gibt es die Möglichkeit an einer Gartenführung oder einem Workshop teilzunehmen.

Am 18. Februar starten wir mit einem Tages-Seminar zum Thema Obstbaumschnitt. 
Wer sich schon immer einmal ausführliche Informationen und Praxis rund um den Baum gewünscht hat,
ist hier genau richtig. Anmeldungen und weitere Infos über:
maria-salome.hoffmann@pernaturam.de

Last but not Least:

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, wir haben einen Garten gebaut.
Das war ein Highlight des letzten Jahres. Hier gibt es einen kleinen Film zum Reinschnuppern:
https://www.wildpflanzenschule.com/aus-der-reihe-gartenglueck/

Im Frühling geht es weiter mit Bodenverbesserung, Bewässerungsbau und natürlich dem Säen und Pflanzen. Es kribbelt schon in den Fingerspitzen und ich bin so gespannt, wie die Wildpflanzen sich ihren Platz im Garten ergattern werden;)

Wer mehr erfahren will, kann der Wildpflanzenschule auf Instagram und Facebook unauffällig folgen.

Bucht euch lehrreiche Draußen-Zeit, taucht mit uns ab in die Welt der grünen Wunder. Wir freuen uns auf euch! 

Bei Fragen zum Programm könnt ihr euch jederzeit per E-Mail an mich wenden.
Ich freue mich auch immer über Rückmeldungen.

Habt Dank für eure Aufmerksamkeit und bis ganz bald im Grünen

Eure Maria Salomé Hoffmann

Gold des Waldes

Heute für euch im Portrait das wunderbar, duftende und heilsame

Baumharz

Bäume produzieren Harze, um sich zu schützen. Sie benötigen sie bei Verletzungen zum Verschließen der Wunden. So können weder Nässe, Viren, Bakterien noch Pilze oder Schädlinge in die Wunde gelangen. Über Harzkanäle tritt das flüssige Harz an die Oberfläche. Baumharze bestehen hauptsächlich aus Harzsäuren und ätherischen Ölen. In unseren Wäldern finden sich Baumharz von z.B. Fichten, Tannen, Lärchen, Douglasie, und Kiefern.

Alle oben genannten Harze wirken:
desinfizierend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, hustenreizstillend, wärmend, auswurffördernd, Fremdkörper ausziehend, abschwellend, hautbildverfeinernd, entzündungshemmend und können wirkungsvoll gegen Bakterien, Keime, Vieren und Pilze eingesetzt werden.

Somit unterstützt die aus Harz gewonnene
Salbe die Heilung bei folgenden Beschwerden:

Atemwegserkrankungen, Schmerzen des Bewegungsapparates – Muskelkater und Muskelverspannungen, Rheumatische Beschwerden, Arthrose und Gicht, innere Unruhe, Pilzerkrankungen (außer Schleimhäute), Neuralgien, Wunden, großporige und unreine Haut, Furunkel, Splitter unter der Haut.

Harze richtig sammeln

Im Alpenraum wird das Pech, wie Baumharz dort genannt wird, -sammeln noch traditionell, aber auch kommerziell betrieben. Die Berufsbezeichnung heißt Pecher. Es gibt nicht mehr viele Pecher, die nach alter Tradition sammeln. In Niederösterreich werden die Schwarzföhren noch beerntet. Dafür wird die Rinde vorsichtig entfernt und der Stamm mit vielen Schnitten versehen.
So rabiat müssen und sollten wir für unsere “Pechsalbe” nicht vorgehen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, finden wir viele Bäume mit dem kostbaren Harz. Gerade jetzt, da unsere Fichten in großen Massen dem Klimawandel zum Opfer gefallen sind, können wir an sogenannten Kahlschlag-Rändern verletzte Fichten finden. Oft sind es große Wunden, die bei den Fällarbeiten von umstürzender Bäume den gesunden zugefügt wurde.

Ich sammle am liebsten die kleinen Perlen. Sie entstehen, wenn das Harz aus einer Wunde den Baumstamm herunterläuft. So kann der Baum nicht aus Versehen wieder verletzt werden.

Um klebrigen Fingern vorzubeugen, sammle ich das Gold des Waldes mit einem Löffel in ein Schraubglas. Da Harz einen hohen Anteil ätherischer Öle enthält, wird es ebenfalls im Schraubglas aufbewahrt, luftdicht verschlossen und kühl und dunkel gelagert. So steht es uns jederzeit zur Verfügung.

Harzsalbe                                                                

Zutaten:

40 g Harz
100 ml fettes Öl z.B.: Olivenöl auch eine Ringelblumen- Mazeration ist eine gute Wahl
13 g Bienenwachs
ätherisches Öl z.B. Zirbelkiefer, Weißtanne, Douglasie, Kampfer oder Lavendel
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Aus der Reihe “Gartenglück”

Dieser kleine Film ist entstanden während den Bauarbeiten zum Bauerngarten. Es ist fantastisch zu sehen wie er Strukturen annimmt, welche ich im Winter, aufs Papier gebracht habe. Der Drohnenflug! Wow wie der Garten von oben aussieht, einfach schön. In Zukunft will ich hier Kindern und Erwachsenen etwas über Pflanzen erzählen, zeigen und selbst erfahren lassen. Dafür wird das Projekt von der LAG-Hunsrück gefördert. Wichtig ist mir zu korrigieren, dass wir ab Dato 6 Jahre in Sevenich sind, keine 10 Jahre. Und der Garten mit Hilfe meines Mannes, Freunden, Familie und einer tollen Projektmanagerin- Irmi Spiegel, gebaut wird. Ich könnte das nicht alleine schaffen! Ein von Herzen kommendes Danke an ALLE Beteiligten. Auch an die Pflanzen natürlich, die sich so geduldig, wartend im Zwischen-Beet zeigen oder noch einmal umsiedeln lassen;) Das Projekt Gartenbau hat mich sehr gefordert und Vieles gelehrt. Ich will es nicht missen. Es bleibt spannend.

Hier geht’s es zum Film

5. tägige Wildnis Wanderung im Hunsrück

Drei Wochen ist es jetzt her, dass wir unsere Rucksäcke schulterten und zu einem 5. tägigen Abenteuer direkt vor der Haustüre aufbrachen. Und noch immer wirkt sie nach, diese Reise durch die tiefen, grünen Täler und windigen, sonnigen Höhen des Hunsrücks.

Hier gibt es mehr Infos zum Format der Wanderung

Am 1. Tag der Wanderung kamen 11 Wanderwillige in Oppenhausen (Ehrbachtal) aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Hier wurden die Rucksäcke noch einmal gewogen.
Zu Schweres wurde aussortiert und landete im Küchenwagen. Ganz nach dem Motto “take less do more”. Mehr als 10 Kilo sollte niemand tragen müssen. Da wir die Tagesetappen (meist um die 15 Kilometer mit je 4 Laufstunden) nicht hart erarbeiten, sondern mit Freude und in bester Gesellschaft genießen wollten. Musste es sich “leicht gehen”.

Das Format der Wanderung erlaubt, dass sich ausprobiert werden kann und kein teures Equipment im vorhinein gekauft werden muss. Das Erproben der vorhandenen Ausrüstung und das Optimieren, sind wichtige Lerninhalte. Meine Kollegin Nicole nahm hierbei die Rolle der “Camp-Fee” ein. Sie transportierte nicht nur zu schwere Schlafsäcke, Isomatten  und Tarps/Zelte.

Sie versorgte uns auch morgens und abends mit Trinkwasser und kochte mit und für uns die leckersten Gerichte, teils direkt am Lagerfeuer *.

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