-Willkommen in der Wildpflanzenschule- Fortbildungen und Kurse in Heilpflanzenkunde und Wildniswissen

Liebe Wildpflanzenfreunde, 

schön euch hier begrüßen zu dürfen. Die neuen Kurse starten ab März.
Für alle Kurse und Fortbildungen bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung. 

Die Termine der Heilpflanzenfortbildungen sind unter
Termine 2019 für euch einsehbar. Im April beginnen die neuen Fortbildungen.
Der Basis Blockkurs für Menschen aus der Ferne, startet im Mai.

Das Kursangebot der Wildpflanzenschule ist vielfältig. Ob hoch oben in den Schweizer Alpen, auf den Wiesen des Hunsrücks oder in den Wäldern der Eifel. Von A für – abenteuerliche Bachkräuterwanderung, über das Kochen am offenen Feuer, anschmiegsame Naturkosmetik, Wildniskurse und Heilkraft der Bäume, bis Z für Birkenwasser zapfen – ist für Alle etwas dabei. Schnuppert einfach rein.

 

Das Team der Wildpflanzenschule freut sich darauf, euch durch ein buntes und lehrreiches Kursprogramm begleiten zu dürfen. Ich wünsch euch eine gute Zeit und viel Spaß beim Stöbern

Maria Salome Hoffmann und Team

Zum Wildkräuterkisten Abo geht es HIER entlang.

 

 

Ein Held erobert das Feld

Der Hanf ist zurück – Die Hanfkampagne stellt sich vor

Wusstet ihr das NutzHanf erst knapp ein Menschenleben lang nicht mehr auf unseren Feldern wächst? Und das er zuvor über 10.000 Jahre lang eine der wichtigsten Lieferanten für Nahrung, Baustoffe, Kleidung, Papier und vieles mehr war. Heute können wir fast ALLES daraus herstellen. Ja sogar Plastik-Ersatz. Ich bin immer wieder ganz ehrfürchtig wenn mir bewusst wird wie lang die Liste der Möglichkeiten ist. Eine der wichtigsten Gründe für die Rückkehr des Hanfes auf den Feldern zu fiebern, er braucht keinerlei Spritzmittel.

Ja er verbessert die Bodenqualität sogar. Eigentlich gibt es nur wichtige und gute Gründe pro NutzHanf zu sein. Ich bin ländlich aufgewachsen. Hier im Hunsrück gibt es unzählige Felder die bewirtschaftet werden. Die Arbeit der Bauern war und ist eine der wertvollsten die ich kenne. Sie entlocken dem Boden Nahrungsmittel! Leider müssen sie das heute unter (oft) harten Bedingungen schaffen. Immer größere Flächen ernähren die Familien kaum noch. Oft wartet nach einem langen Arbeitsleben eine mickrige Rente. Die Summen die sie für ihr Getreide, Milch etc. bekommen sind lächerlich im Vergleich dazu was der Händler damit verdient.

Wenn man es ernst nimmt müssten wir auch hier vor unserer Haustüre Entwicklungshilfe leisten. Den Bauern einen guten Lohn für ihre Arbeit zahlen. Ihnen helfen ins ökologische Wirtschaften zu kommen. Vor der eigenen Haustüre fegen und für eigene Produkte und bestenfalls auch Arbeitsplätze in der Region sorgen. Aus diesen Gründen wurde die Genossenschaft Hanfkampagne am 06.10.2018 in Fronhofen bei Kleinich (Hunsrück) gegründet. Wir mit eurer Hilfe wollen den Hanf wieder Salon fähig machen. Seinen ruinierten Ruf wieder ins richtige Licht rücken. Ihn als das ehren was er ist, ein AllRound Talent erster Güte.

Wenn ihr euch also auch des Öfteren schon hilflos gefühlt habt. Die Umstände erkennt und nicht wisst was zu tun ist. Dann könnt ihr nun mit uns gemeinsam die Veränderung sein die wir sehen wollen. Wir beginnen mit dem Hanf als Pionier und nach und nach folgen andere in Vergessenheit geratene Nutz-und Heilpflanzen.
Die Vision und die Art und Weise auf welchem Wege wir sie umsetzen wollen findet ihr auf folgender Webseite:

https://www.hanfkampagne.com/unser-team aber sprecht uns auch gerne und sogar lieber persönlich an.
Wir freuen uns auf euch und euren Tatendrang. Egal ob als Mitglied, Ideenschmied, Verkaufsgenie, Anpacker oder Auspackerin, Hanfbauer u.v.m 

 

Jahreszeitliche Gedanken

Die stille Zeit

Die Heilpflanzenfortbildungen und Kurse 2018 sind Abgeschlossen. Ein großes Danke geht an alle wunderbaren TeilnehmerInnen, Seminarorte und Mit-Organisatoren!

Ein facettenreiches Pflanzenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Nächte werden länger und die Natur bereitet sich emsig auf die stille Zeit vor. Trotz der besonderen, klimatischen Herausforderungen wurden wir beschenkt mit einer Fülle an natürlichen Schätzen.Welche nun in Form von Tinkturen, Tees, Verreibungen und Salben, unsere Regale und Kisten füllen. Nun kann die kalte Zeit kommen.


Doch es bleibt spannend. Wird er kommen, der Winter? Und wenn ja wie wird er sich zeigen? Bei meinen Ausflügen zum Wurzel sammeln entecke ich den zweiten Frühling. Ihm können wir jedes Jahr im Herbst begegnen. Da sprießen junge, saftige Blätter aus der Wurzel des Beinwell. Die Vogelmiere erhebt sich, um ein drittes Mal in diesem Jahr das Hochbeet zu erobern.Spitzwegerich und Löwenzahn winken mir mit frischem Grün keck über die Wiese zu.

Während die Bäume (alt und weise) ganz leise, ein buntes Kunstwerk nach dem anderen auf die sprießenden Schneeglöckchen fallen lassen. Ob das Weiß der schönen Blumen das Einzigste bleibt in diesem Winter?

Grade in der Zeit der Vergänglichkeit und des Rückzugs zeigt sich das Leben  voller Tatendrang und Energie. Noch einmal Alles geben. Noch einmal Sonne tanken und Freude speichern. Um diese Zeit mache auch ich meine Pläne für nächstes Jahr. Wenn die Zugvögel wieder kommen und die Sonne den kalten Boden erwärmt, beginnen die Wildpflanzenkurse auf ein Neues.

 

Wie fermentiere ich meine Teekräuter?

 

Heute im Wildpflanzenblog das TEEMA Fermentation.
Ich bin eigentlich mehr zufällig drauf gestoßen und war sehr erfreut darüber wie einfach das Ganze ist. Ich hab`s euch mal in 5 einfache Schritte eingeteilt. Ganz wunderbar finde ich den Fakt, dass wir fast alle essbaren Wildpflanzen mit der Fermentation veredeln können. Unnnnnd es schmeckt so unglaublich.

Die Fermentation in 5 Schritten

 

Wer Tees liebt der freut sich über das Wissen der Fermentation.

Es ist so einfach und verzaubert die ohnehin edlen Teekräuter zu ungeahnten Genüssen.
Ein Fermentierter Tee ist etwas ganz Besonderes. Jede Pflanzen entfaltet dabei ihre Aromen anders und  intensiviert den Geschmack um ein Vielfaches.
Jedes Pflänzchen das sich zum Tee trocknen lässt, ist auch für die Fermentation geeignet.
Hier eine kleine Auswahl: Zitronenmelisse, Waldmeister, Spitzwegerich, Pfefferminze, Frauenmantel, Salbei, Huflattich, Brennnessel, Erdbeer-, Brombeer- oder auch Himbeerblätter.

 

Materialien:
Keramikmesser, Sprühflasche, Nudelholz, Teebeutel oder Dosen, Geschirrtücher und eine große Dose


1. Ernten und Welken
Die Blätter werden geerntet und flächig aufgelegt. Jetzt sollten sie in Ruhe “anwelken” können.
Das dauert ein paar Stunden. Ich lasse sie gerne über Nacht liegen und arbeite am nächsten Morgen weiter.

2. Scheiden und Walken

Nun werden ein paar der welken Blätter zusammengerollt und in feine Streifen geschnitten.
Die fein geschnittenen Blätter auf eine harte Unterlage legen und mit dem Nudelholz kräftig durchwalken. Die Pflanzenzellen werden dadurch aufgebrochen und der Saft tritt heraus. Dieser Schritt ist anstrengend aber sehr wichtig für die Fermentation. Mit den Händen nachkneten um zu kontrollieren, dass die Blätter gleichmäßig gewalkt wurden.

3. Fermentation
Jetzt werden die gleichmäßig gewalkten Blätter auf ein sauberes (ohne Waschmittel gewaschenes) Baumwolltuch gelegt und wenig befeuchtet. Das geht am besten mit einer Wasser-Sprühflasche. Ich liebe es diesen Veredlungs-Schritt noch edler zu machen in dem ich zum Beispiel statt Wasser, Rosenblütenwasser anwende. Nun die Kräuter in dem Tuch fest zusammenrollen und in einer Dose oder ähnlichem luftdicht verschließen. Drei Tage zimmerwarm lagern. Sogar aus der geschlossenen Dose entströmt bald der warme, weiche Fermentationsduft.

4. Das Trocknen
Anschließend werden die Kräuter ausgerollt. Vom Tuch geschüttelt und schonend aber schnell getrocknet. Wenn die Witterung oder die Räumlichkeiten es zulassen. Falls nicht geht´s auch im Backofen bei 40 Grad. Sobald die veredelten Teekräuter knistern werden sie Luftdicht und dunkel verpackt und kühl gelagert.

Mit einem Mörser oder Nudelholz die Pflanzenzellen aufbrechen.

5. Das Finale
Nun bleibt noch ein letzter und wichtiger Schritt zu tun: Das Genießen!

Das Packen der Wildkräuterkisten

Gestern habe ich die ersten Wildkräuterkisten der Saison verschickt. Ich freue mich sehr über diese Art der arbeit. Begleitet von Vogelgezwitscher und Sonnenschein frische Wildpflanzen zu ernten, den eigenen Gedanken nachsinnend, umgeben von den Pflanzenfreunden über die ich in der Wildpflanzenschule spreche und fast Zeitlos sein;-) ich kann mir grade nichts Schöneres vorstellen.

Die Brennessel hat es in sich bemerke ich und nehme mir vor das nächste Mal Handschuhe zu benutzen. Bei den Mengen! Direkt danach ist der Spitzwegerich dran und siehe da, die Stiche der jungen Brennessel sind fast vergessen. Die Taubnessel blüht und muss unbedingt mit in die Kiste. Sie duftet herrlich nach Champignons. Dort drüben ist ein ganzes Feld mit Giersch. Gleich unter dem Apfelbaum. Sie winken mir schon zu, die dreigeteilten, hellgrünen Blätter.
Das erste Blättchen lasse ich mir auf der Zunge zergehen….hmmmm schmeckt möhrig, wild und frisch!

So nasche ich mich durch den Morgen. Na klar, anschließend ist meine Hose schmutzig und ganz ohne Schweiß geht es auch nicht aber ich genieße das Sammeln, ist es doch eine ganz menschgerechte Tätigkeit und lässt mich spätestens beim packen der Kisten zufrieden schmunzeln.

Nach dem Packen gibt es ein Schmankerl aus den wilden Köstlichkeiten

Welche der wilden Pflänzchen hat es euch denn grade besonders angelacht? Und wie bereitet ihr sie am liebsten zu?

Eine Wildkräutersuppe mit Mandelmilch zubereitet,
mit geröstetem Brotwürfeln und Nüssen serviert. Guten Appetit

Die Wildkräuterkisten sind für Menschen gedacht, die nicht die Möglichkeit haben selbst zu sammeln. Das Abo bietet eine schöne Gelegenheit sich mit den wilden, grünen Köstlichkeiten etwas Gutes zu tun.