-Willkommen in der Wildpflanzenschule- Fortbildungen und Kurse in Heilpflanzenkunde und Wildniswissen

Liebe Wildpflanzenfreunde, 

schön euch hier begrüßen zu dürfen. Nachfolgend eine aktuelle Übersicht. Weiterführende Links sind grün markiert, einfach drauf klicken.

Am 06. August wird es abenteuerlich. Für Kleine und Große Entdecker gleichermaßen. Auf der Bachkräuterwanderung  lassen wir uns treiben und lernen die Pflanzenwelt des Baches besser kennen.

Die nächste kleine Kräuterwanderung findet am 08. August in Lingerhahn statt.

Und am Samstag den 10. August treffen wir uns für eine lehrreiche und ausgiebige– Sommerpflanzen-Wanderung

Am 30. August findet unser Wildnisbasiskurs “Into the Wald” 
in den Wäldern um die Burg Waldeck statt.

Die nächste Natur & Wildnispädagogikfortbildung startet im April 2019. Bis Dezember 2018 gibt es hierfür noch einen Frühbucherrabatt.

Das Team der Wildpflanzenschule freut sich darauf, euch durch ein buntes und lehrreiches Kursprogramm begleiten zu dürfen. Ich wünsch euch eine gute Zeit und viel Spaß beim Stöbern

Maria Salomé Hoffmann und Team

Das Kursangebot der Wildpflanzenschule ist vielfältig. Ob hoch oben in den Schweizer Alpen, auf den Wiesen des Hunsrücks oder in den Wäldern der Eifel. Von A für – abenteuerliche Bachkräuterwanderung, über das Kochen am offenen Feuer, anschmiegsame Naturkosmetik, Wildniskurse und Heilkraft der Bäume, bis Z für Birkenwasser zapfen – ist für Alle etwas dabei. Schnuppert einfach rein.

Und hier geht es weiter mit dem
Wildpflanzenblog

Vortrag vom Leben in den Wäldern

Von einer außergewöhnlichen Kindheit im Hunsrück der 80ger Jahre, einer gezähmten Jugend bis hin zu dem unbändigen Wunsch nach einem einfachen, natürlichen Leben.

Die Wildnispädagogin Maria Salomé Hoffmann sammelt Wildkräuter und kocht sich eine wilde Suppe im Baybachtal, wo sie auch gerne  übernachtet.

Mit diesem Traum im Gepäck zog ich 2006 “Hinaus” und verbrachte zwei Jahre meiner wildnispädagogischen Ausbildung in den Wäldern Österreichs. In diesem intensiven Naturmentoring-Programm lebte ich in einer selbst gebauten Hütte und führte ein einfaches Leben, inmitten wunderschöner Natur.

Ich möchte Euch von dieser Draußen-Zeit  berichten. Von den Menschen, Tieren und Pflanzen die mit mir dort gelebt haben. Von unseren gemeinsamen Abenteuern und Alltäglichkeiten ohne Steckdose und Wasserhahn. Von den Regeln unserer Mentoren, von den Verlockungen der nahen Stadt und der Wildnis der Berge. Von warmen Sommernächten und eisigen Wintertagen. Von Umwegen und Erfolgen. Vom Aufgeben und weiter machen – kurz vom (Über)-Leben.

Eine Auswahl der wichtigsten Gegenstände, Übungen und Speisen werden für Euch diese wilde Zeit sinn-haft erlebbar machen.  Zum Abschluss des Abends freue ich mich auf Eure Fragen.

Wann: Donnerstag 24. Oktober von 18:00-20:00 Uhr

Ein Feuer wird entfacht (Drillbogen)


Kursort: Räume der VHS – Hunsrück
Preis: 9 Euro
Anmeldung über die VHS-Hunsrück

Vor nicht all zu langer Zeit…

besuchten mich zwei edle Männer, unterschiedlicher an Gestalt und Charakter hätten sie nicht sein können….
Ich danke Hardy Müller und Uli Hauser für die zwei abenteuerlichen Tage Draußen. Ich durfte Ihnen das wilde Baybachtal zeigen und zum Dank schenkten sie mir drei Dinge, die mich gleichsam fröhlich stimmten.
Ein wundervolles Eis auf die Hand, ein wundersames Buch über das Gehen:  Geht doch!
und viele, wunderschöne Fotos.

“Ach du grüne Neune”

Der Brauch der grünen Suppe zum Frühlingsbeginn hat sich bis heute in christianisierter Form erhalten.
Am Donnerstag vor Ostern wird die würzige Suppe aus neun frischen, frühen (Wild)kräutern zubereitet und gemeinsam gegessen. Die alten Germanen haben diese Tradition zum all jährigen Frühjahresfest (Fruchtbarkeitsfest der Göttin Ostara geweiht) gepflegt. Die Überlieferung ist jedoch nicht eindeutig. So fehlt auch die Überlieferung der Pflanzen. Wenn ich mich allerdings zum Grünen Tag in meinem Garten umschaue wird sehr schnell klar welche frühen Wildpflanzen in Frage kommen. Euch, die ihr die Wildpflanzen liebt sicherlich auch. Eine Liste mit möglichen Pflänzchen habe ich euch trotzdem zum Rezept hinzugefügt. 

Im frankfurter Raum ist aus der Tradition noch die Grüne Sauce lebendig geblieben. Sie ist von der Machart und den Ingredienzien auch oft unterschiedlich.  Letztendlich hat natürlich auch noch Einfluss auf die Wahl der Kräuter wie früh oder spät Ostern fällt.

Daher ist die Auswahl an Rezepten Groß. Was ich persönlich begrüße. Ich mag das starre Traditionelle nicht. Also habe ich euch hier eine Grundidee der Suppe geschrieben. Bitte passt sie euren Wünschen und eurem Gaumen an. Ihr findet sicherlich eure Pflanzenlieblinge für diese besondere Suppe.

Vorteilhaft ist das frühe Jahr. Die Wildpflanzen sind geschmacklich noch sehr mild und es wird nicht allzu schwer eine Mischung zu wählen die der ganzen Familie schmeckt.
Ich mag ja die kräftigen Noten der grünen Freunde und koche mir auch gerne an anderen Wochentagen im Jahreslauf eine Grün-Donnerstagssüppchen. Manchmal mit Reis, Möhren oder Kartoffeln. Einfach fein.

Die volle Power der kleinen Kraftpakete bekommen wir allerdings nur um diese Zeit. In dieser Jahreszeit lassen sich viele “Grüne Wunder” erleben. Deswegen beginnen viele  Frühjahreskuren mit Wildpflanzen grade jetzt um Ostern rum. Die Fastenzeit, die Zeit des Entschlackens und Ausleitens ist abgeschlossen. Nun macht es Sinn die frischen Zutaten zum auffüllen der über den Winter geräuberten Vitamin- und Mineralstoff-Depots zu nutzen. Grade die Wildpflanzen bieten uns im Gegensatz zu den Kulturpflanzen noch wesentlich mehr an diesen für uns so wichtigen Treibstoffen.

Auf diese reinigende, ankurbelnde und stärkende Wirkung sollten wir nicht verzichten.

Hier mein Grundrezepte für die sagenumwobene Grüne Neune Suppe.
Über eure eigenen Erfahrungen und Anregungen freue ich mich.

Bon Appetit!


Grüne Neune Suppe ala Verde

Für zwei bis drei Personen

Die Zutaten:

-30g Olivenöl
-½  Liter Gemüsebrühe
-½  Liter Mandelmilch
-Saft einer halben Zitrone
-2 Tassen fein gehackter Kräuter (neun an der Zahl)
-Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken
-Eine kleine Zwiebel oder 10-20 Bärlauchzwiebelchen
-Zwei Handvoll geröstete Brotwürfel
-Eine Handvoll geröstete Nussmischung

 

Die Anleitung:

Die kleine Zwiebel oder entsprechend Bärlauch-Zwiebeln in feine Würfel schneiden.Die Zwiebelwürfeln im Olivenöl leicht erhitzen. Mit Mandelmilch und der Gemüsebrühe Glatt rühren und die Gewürze dazugeben. Die Kräuter hinzugeben und solange auf kleiner Flamme kochen bis sie weich sind. Den Zitronensaft zugeben. Mit geröstetem Brot und Nüssen servieren. Mit den ersten essbaren Frühblüher wie Gänseblümchen, Gundermann, Lungenkraut und Feilschen dekorieren.

Kleiner Tipp: Bei älteren Blättern sollten die Blattrippen und der Stiel entfernt werden.

Mögliche Wildpflanzen für eine schmackhafte und wohltuende Grüne Neune Suppe:

Sauerampfer, Pefferkraut, Vogelmiere, Wiesenschaumkraut, Taubnessel, Gundermann, Giersch, Spitz-und Breitwegerich, Schafgarbe, Brennessel, Lungenkraut, Knoblauchrauke, (Scharbockskraut), Junge Buchenblätter, Wiesenlabkraut, Boretsch, Gänseblümchen, Klebriges Labkraut und Bärlauch. Es finden sich sicherlich auch weitere würdige Pflanzenschmankerl.

Viel Freude und Genuss wünscht euch Maria Salomé Hoffmann

Frühlingskräuter

 

Spurenlesen

Im letzten Modul der Wildnispädagogikfortbildung wurde es tierisch spannend.
Das Thema Spuren, Federn und Zeichen stand an. Auf wilden Pfaden bewegten wir uns durch den Wald und raus auf die offenen Flächen. Verfolgten Spuren die so frisch waren dass wir die Luft anhielten, weil wir um jede Biegung den Verursacher erwarteten. Jede Spur, egal ob alt oder neu, die wir finden konnten, warf neue Fragen auf. Und wo Fragen sind da gibt es auch Antworten:)

Um zu lernen wie ein Tier sich in der Landschaft bewegt ist es schlau ihnen zu folgen. Doch wo anfangen, wo aufhören? Unser Spurenexperte Immo gab wertvolle Tipps. Es wurde praktisch, theoretisch und mit Spiel Tierarten, Gangarten und Verhaltensweisen näher gebracht.
Ein Highlight war die unfassbar plastische Ausstellung die Ruth und Immo aus ihren Fundstücken im Kursraum ausgelegt hatten. Da gab es manchen Schatz und manch Kuriositäten zu bewundern. Alles brachte unsere Teilnehmer ein Stückchen weiter an die Welt der Wildtiere heran.

Das Gehörte und Gefühlte darf  jetzt wachsen – mit jedem kleinsten Hinweis auf das Leben der befellten und befiederten Wesen da draußen. Wir sind gespannt auf die Geschichten am Lagerfeuer.

Das nächste Treffen steht bevor. Diesmal werden wir uns näher mit der Vogelsprache, den Wildpflanzen und der Orientierung befassen.

Auch davon werde ich euch bald berichten.
Eure Maria Salomé