-Willkommen in der Wildpflanzenschule- Fortbildungen und Kurse in Heilpflanzenkunde und Wildniswissen

Liebe Wildpflanzenfreunde, 

schön euch hier begrüßen zu dürfen. Neue Kurse starten ab März.

Die Termine der Heilpflanzenfortbildungen sind unter
Termine 2019 für euch einsehbar. Im April beginnen die neuen Fortbildungen.
Der Basis Blockkurs für Menschen aus der Ferne, startet im Mai.

Das Kursangebot der Wildpflanzenschule ist vielfältig. Ob hoch oben in den Schweizer Alpen, auf den Wiesen des Hunsrücks oder in den Wäldern der Eifel. Von A für – abenteuerliche Bachkräuterwanderung, über das Kochen am offenen Feuer, anschmiegsame Naturkosmetik, Wildniskurse und Heilkraft der Bäume, bis Z für Birkenwasser zapfen – ist für Alle etwas dabei. Schnuppert einfach rein.

 

Das Team der Wildpflanzenschule freut sich darauf, euch durch ein buntes und lehrreiches Kursprogramm begleiten zu dürfen. Ich wünsch euch eine gute Zeit und viel Spaß beim Stöbern

Maria Salome Hoffmann und Team

Zum Wildkräuterkisten Abo geht es HIER entlang.

 

 

Jahreszeitliche Gedanken

Die stille Zeit

Die Heilpflanzenfortbildungen und Kurse 2018 sind Abgeschlossen. Ein großes Danke geht an alle wunderbaren TeilnehmerInnen, Seminarorte und Mit-Organisatoren!

Ein facettenreiches Pflanzenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Nächte werden länger und die Natur bereitet sich emsig auf die stille Zeit vor. Trotz der besonderen, klimatischen Herausforderungen wurden wir beschenkt mit einer Fülle an natürlichen Schätzen.Welche nun in Form von Tinkturen, Tees, Verreibungen und Salben, unsere Regale und Kisten füllen. Nun kann die kalte Zeit kommen.


Doch es bleibt spannend. Wird er kommen, der Winter? Und wenn ja wie wird er sich zeigen? Bei meinen Ausflügen zum Wurzel sammeln entecke ich den zweiten Frühling. Ihm können wir jedes Jahr im Herbst begegnen. Da sprießen junge, saftige Blätter aus der Wurzel des Beinwell. Die Vogelmiere erhebt sich, um ein drittes Mal in diesem Jahr das Hochbeet zu erobern.Spitzwegerich und Löwenzahn winken mir mit frischem Grün keck über die Wiese zu.

Während die Bäume (alt und weise) ganz leise, ein buntes Kunstwerk nach dem anderen auf die sprießenden Schneeglöckchen fallen lassen. Ob das Weiß der schönen Blumen das Einzigste bleibt in diesem Winter?

Grade in der Zeit der Vergänglichkeit und des Rückzugs zeigt sich das Leben  voller Tatendrang und Energie. Noch einmal Alles geben. Noch einmal Sonne tanken und Freude speichern. Um diese Zeit mache auch ich meine Pläne für nächstes Jahr. Wenn die Zugvögel wieder kommen und die Sonne den kalten Boden erwärmt, beginnen die Wildpflanzenkurse auf ein Neues.

 

Wild, grün und köstlich

Ihr kennt das sicherlich auch. Der Wunsch sich mit wildem Grün etwas gutes zu tun ist groß aber die Zeit knapp. Eine super Lösung für kreative, eilige Natur-Genießer sind nach wie vor die “wilden, grünen Smoothies”! Deswegen möchte ich euch heute meine saisonalen 8 Lieblinge vorstellen.

Habt ihr auch herbstliche Lieblingskreationen? Teilt sie mit uns;-)

 

 

Acht grüne Smoothies für Grünschnäbel und alte Hasen (August/September) 

Äffchen

  • 2 Bananen
  • 1/2 Mango
  • Eine Handvoll Giersch und Vogelmiere 1:1
  • Wasser nach Geschmack

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So wird das kostbare Rotöl aus Johanniskraut hergestellt

Die schönen gelben Blüten werden an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit gesammelt und kurz ausgebreitet damit eventuelle Mitbewohner Zeit haben sich ein neues Zuhause zu suchen. Anschließend werden sie in ein helles Schraubglas gefüllt so dass sie oben raus gucken und mit einem guten Öl (z.B. Olivenöl in Bioqualität) übergossen. Sie werden dann ab- sacken. Das richtige Mengenverhältnis ist erreicht wenn das Glas bis unter den Deckel voll ist und die Blüten beim schütteln des Glases noch tanzen können. Damit kein Schimmel auftritt und die Mazeration unterstützt wird sollte das Glas regelmäßig geschüttelt werden. Das ganze an ein rund um die Uhr sonniges Plätzchen stellen. Durch Wärme und Licht gibt die Pflanze ihre wertvollen Inhaltstoffe an das Öl ab.

Kaltmazerate von links nach rechts: Ringelblume, Johanniskraut (Rotöl) und Rainfarn

Nach ca. Zwei Wochen (wenn die Blüten ihre Farbe verloren haben und das Öl schön rot oder bräunlich geworden ist, kann abgefiltert werden. Eine Trübung über die Zeit und ein Bodenabsatz sind natürlich und können belassen oder noch mal rausgefiltert werden. Früher hat man mit dem Absatz des Johanniskrautes entzündete Euter bei Kühen geheilt. Nach dem abseihen wird das schöne Rotöl in dunkle Flaschen gefüllt und Beschriftet. Es lagert am Besten im Keller. Nach einem Jahr sollte man es wieder neu herstellen.

Das Rotöl findet Verwendung bei:

Verrenkungen und Rückenschmerzen- Es ist das einzigtse Öl was in die Bandscheiben eindringen kann, Verspannungen, Verstauchungen, Prellungen, Muskelzerrungen, Hexenschuß und Ischiasschmerz, rheumatische Schmerzen, Wunden, Narben, Nervenschmerzen (Neuralgien), Entzündungen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Verbrennungen 1. Grades, Sonnenbrand, Bauchkrämpfe und Mensschmerzen. Hierfür wird das Öl mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen und einmassiert.

Für die berühmte Breußmassage bei chronischem Rückenschmerz von der Wirbelsäule ausgehend, wird ebenfalls das Johanniskrautöl verwendet.

Innerlich eingenommen hilft das Öl bei entzündeter und gereizter Magen-und Darmschleimhaut. Ca. 10 Tropfen auf einen TL Honig, 2-3 mal täglich.

Basisrezept für alle Kaltmazerate 

Die Anleitung zur Herstellung eines Rotöls ist ein Basisrezept für alle “Kaltmazerate”. Mit Hilfe von Öl und Sonnenwärme werden Pflanzeninhaltsstoffe gelöst. Weitere Kaltmazerate (Ich nenne sie auch gerne Heilöle) sind zum Beispiel:

°Birkenblätteröl-bei schlecht durchbluteter zu Cellulite neigender Haut
°Arnikaöl-bei Schmerzen, Prellungen und Stauchungen
°Kamillenöl-bei Wunden und wunder Haut
°Lavendelöl-als entspanendes Massageöl
°Reinfarnöl-zur Massage von hartnäckig, verkrampften Muskeln
°Bärlauchöl-für einen feinen Knoblauchgeschmack in der Küche oder als Aufbaukur für den Magen

und viele viele mehr…sprecht mich gerne auf weitere Vorschläge an!

Das smaragdgrüne Bärlauchöl einer Teilnehmerin aus dem Basiskurs 2018

 

Ich wünsche euch gutes Gelingen und Freude an euren selbstgemachten Schätzen

Maria Salome Hoffmann

Wie fermentiere ich meine Teekräuter?

 

Heute im Wildpflanzenblog das TEEMA Fermentation.
Ich bin eigentlich mehr zufällig drauf gestoßen und war sehr erfreut darüber wie einfach das Ganze ist. Ich hab`s euch mal in 5 einfache Schritte eingeteilt. Ganz wunderbar finde ich den Fakt, dass wir fast alle essbaren Wildpflanzen mit der Fermentation veredeln können. Unnnnnd es schmeckt so unglaublich.

Die Fermentation in 5 Schritten

 

Wer Tees liebt der freut sich über das Wissen der Fermentation.

Es ist so einfach und verzaubert die ohnehin edlen Teekräuter zu ungeahnten Genüssen.
Ein Fermentierter Tee ist etwas ganz Besonderes. Jede Pflanzen entfaltet dabei ihre Aromen anders und  intensiviert den Geschmack um ein Vielfaches.
Jedes Pflänzchen das sich zum Tee trocknen lässt, ist auch für die Fermentation geeignet.
Hier eine kleine Auswahl: Zitronenmelisse, Waldmeister, Spitzwegerich, Pfefferminze, Frauenmantel, Salbei, Huflattich, Brennnessel, Erdbeer-, Brombeer- oder auch Himbeerblätter.

 

Materialien:
Keramikmesser, Sprühflasche, Nudelholz, Teebeutel oder Dosen, Geschirrtücher und eine große Dose


1. Ernten und Welken
Die Blätter werden geerntet und flächig aufgelegt. Jetzt sollten sie in Ruhe “anwelken” können.
Das dauert ein paar Stunden. Ich lasse sie gerne über Nacht liegen und arbeite am nächsten Morgen weiter.

2. Scheiden und Walken

Nun werden ein paar der welken Blätter zusammengerollt und in feine Streifen geschnitten.
Die fein geschnittenen Blätter auf eine harte Unterlage legen und mit dem Nudelholz kräftig durchwalken. Die Pflanzenzellen werden dadurch aufgebrochen und der Saft tritt heraus. Dieser Schritt ist anstrengend aber sehr wichtig für die Fermentation. Mit den Händen nachkneten um zu kontrollieren, dass die Blätter gleichmäßig gewalkt wurden.

3. Fermentation
Jetzt werden die gleichmäßig gewalkten Blätter auf ein sauberes (ohne Waschmittel gewaschenes) Baumwolltuch gelegt und wenig befeuchtet. Das geht am besten mit einer Wasser-Sprühflasche. Ich liebe es diesen Veredlungs-Schritt noch edler zu machen in dem ich zum Beispiel statt Wasser, Rosenblütenwasser anwende. Nun die Kräuter in dem Tuch fest zusammenrollen und in einer Dose oder ähnlichem luftdicht verschließen. Drei Tage zimmerwarm lagern. Sogar aus der geschlossenen Dose entströmt bald der warme, weiche Fermentationsduft.

4. Das Trocknen
Anschließend werden die Kräuter ausgerollt. Vom Tuch geschüttelt und schonend aber schnell getrocknet. Wenn die Witterung oder die Räumlichkeiten es zulassen. Falls nicht geht´s auch im Backofen bei 40 Grad. Sobald die veredelten Teekräuter knistern werden sie Luftdicht und dunkel verpackt und kühl gelagert.

Mit einem Mörser oder Nudelholz die Pflanzenzellen aufbrechen.

5. Das Finale
Nun bleibt noch ein letzter und wichtiger Schritt zu tun: Das Genießen!