Heute im Wildpflanzenblog das TEEMA Fermentation.
Ich bin eigentlich mehr zufällig drauf gestoßen und war sehr erfreut darüber, wie einfach das Ganze ist. Ich habe es euch mal in 5 einfache Schritte eingeteilt.
Die Fermentation in 5 Schritten
Wer Tees liebt der freut sich über das Wissen der Fermentation.
Ein fermentierter Tee ist etwas ganz Besonderes. Jede Pflanze entfaltet dabei ihre Aromen anders und intensiviert den Geschmack.
Unter Luftabschluss werden verschiedene gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Polyohenole) freigesetzt. Es entsteht ein enzymatischer Tee der länger haltbarer und bekömmlicher ist. Jedes Pflänzchen, das sich zum Tee trocknen lässt, ist auch für die Fermentation geeignet.
Eine kleine Auswahl: Zitronenmelisse, Waldmeister, Spitzwegerich, Pfefferminze, Frauenmantel, Salbei, Huflattich, Brennnessel, Erdbeer-, Brombeer- oder auch Himbeerblätter.
Materialien:
Keramikmesser, Sprühflasche, Nudelholz, Teebeutel oder Dosen, Geschirrtücher und eine große Dose
1. Ernten und Welken
Die Blätter werden geerntet und flächig aufgelegt. Jetzt sollten sie in Ruhe „anwelken“ können.
Das dauert ein paar Stunden. Ich lasse sie gerne über Nacht liegen und arbeite am nächsten Morgen weiter.
2. Schneiden und Walken
Nun werden ein paar der welken Blätter zusammengerollt und in feine Streifen geschnitten.
Die fein geschnittenen Blätter auf eine harte Unterlage legen und mit dem Nudelholz kräftig durchwalken. Die Pflanzenzellen werden dadurch aufgebrochen und der Saft tritt heraus. Mit den Händen nachkneten um zu kontrollieren, dass die Blätter gleichmäßig gewalkt wurden.
3. Die eigentliche Fermentation

Jetzt werden die gleichmäßig gewalkten Blätter auf ein sauberes (ohne Waschmittel gewaschenes) Baumwolltuch gelegt und wenig befeuchtet. Das geht am besten mit einer Sprühflasche. Ich liebe es diesen Veredlungs-Schritt noch edler zu machen in dem ich zum Beispiel Rosenblütenwasser anwende. Nun die Kräuter in dem Tuch fest zusammenrollen und in einer Dose oder Glas luftdicht verschließen. Oder das Pflanzenmaterial locker in ein Glas stopfen und mit einem Gummiring, luftdicht verschließen.
Drei Tage zimmerwarm lagern. Sogar aus dem geschlossenen Gefäß entströmt bald der warme, weiche Fermentationsduft.

4. Das Trocknen
Anschließend werden die Kräuter schonend aber schnell getrocknet. Wenn die Witterung oder die Räumlichkeiten es zulassen. Falls nicht geht´s auch im Backofen bei 40 Grad. Sobald die veredelten Teekräuter knistern werden sie Luftdicht und dunkel verpackt und kühl gelagert.
5. Das Finale
Nun bleibt noch ein letzter und wichtiger Schritt zu tun: Das Genießen!


Gestern habe ich die ersten Wildkräuterkisten der Saison verschickt. Ich freue mich sehr über diese Art der arbeit. Begleitet von Vogelgezwitscher und Sonnenschein frische Wildpflanzen zu ernten, den eigenen Gedanken nachsinnend, umgeben von den Pflanzenfreunden über die ich in der Wildpflanzenschule spreche und fast Zeitlos sein;-) ich kann mir grade nichts Schöneres vorstellen.
So nasche ich mich durch den Morgen. Na klar, anschließend ist meine Hose schmutzig und ganz ohne Schweiß geht es auch nicht aber ich genieße das Sammeln, ist es doch eine ganz menschgerechte Tätigkeit und lässt mich spätestens beim packen der Kisten zufrieden schmunzeln.
wie ist das mit euch? Legt ihr auch Wert darauf euch nur hochwertige, natürliche Naturkosmetikprodukte zu gönnen? Gebraucht ihr lieber statt zu verbrauchen? Habt ihr genau wie ich Spaß am Selbermachen und Experimentieren? Dann möchte ich jetzt mit euch abtauchen in das faszinierende Thema Creme.
seit Mitte Januar beobachte ich jetzt schon die blühenden Gänseblümchen auf meiner Wiese. Immer wenn es ihnen in dem, doch milden Winter zu schaurig geworden ist, ziehen sie ihre kleinen Köpfchen wieder in Bodennähe. Väterchen Frost hat jetzt im Februar noch mal kräftig angeklopft und dennoch halten sie sich wacker aufrecht. Bewundernswert nicht?