-Willkommen in der Wildpflanzenschule- Fortbildungen und Seminare in Heilpflanzenkunde und Wildniswissen

Liebe Wildpflanzenfreunde,

hier findet ihr auf einen Blick alle aktuellen und anstehenden
Veranstaltungen der Wildpflanzenschule.

Am 29. September um 17:00 Uhr findet die letzte kleine KräuterWanderung für diese Saison in Lingerhahn statt.
Seid dabei wenn wir uns durch die Landschaft schmecken;)

Ab sofort kann sich für die Wildpflanzenfortbildung Basis 2023 angemeldet werden. Sie wird nächstes Jahr im Juni mit 5. Tagen im Blockunterricht stattfinden.

Auch in den Gödenrother Gärten gibt es weitere Seminare, Führungen und Workshops zu entdecken. Ausstehende Seminare sind unter Anderem: Hildegard Medizin, die natürliche Hausapotheke und Naturkosmetik im Herbst

Am 5. Oktober um 17.00 Uhr
findet die nächste, öffentliche Führung durch die Gödenrother Gärten statt.

 

Das Programm und die Termine der Wildpflanzenschule für das Jahr 2023
sind schon fast fertig. So auch die Natur-und Wildnispädagogikfortbildung.
Die Fortbildung wird in 4. Modulen auf der Burg Waldeck statt finden.

Als besonderes Event im nächstes Jahr, bietet Susanne Fischer-Rizzi im Juli ein
Aromabotanik-Seminar für unseren Verein LebensMittelPunktGarten an.
Es sind noch wenige Plätze frei.

Im Wildpflanzenschulen Newsletter werde ich euch durch das Programm im Jahresverlauf leiten.

Noch nicht dabei? Hier geht´s zur Anmeldung: Newsletter

Neugierig geworden?
Schöööön. Es gibt noch mehr zu entdecken.
Nehmt euch einen Tee, macht es euch gemütlich und los geht’s.

Viel Spaß beim Stöbern.

Maria Salomé Hoffmann

Und hier geht es weiter mit dem
Wildpflanzenblog

5. tägige Wildnis Wanderung im Hunsrück

Drei Wochen ist es jetzt her, dass wir unsere Rucksäcke schulterten und zu einem 5. tägigen Abenteuer direkt vor der Haustüre aufbrachen. Und noch immer wirkt sie nach, diese Reise durch die tiefen, grünen Täler und windigen, sonnigen Höhen des Hunsrücks.

Hier gibt es mehr Infos zum Format der Wanderung

Am 1. Tag der Wanderung kamen 11 Wanderwillige in Oppenhausen (Ehrbachtal) aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Hier wurden die Rucksäcke noch einmal gewogen.
Zu Schweres wurde aussortiert und landete im Küchenwagen. Ganz nach dem Motto “take less do more”. Mehr als 10 Kilo sollte niemand tragen müssen. Da wir die Tagesetappen (meist um die 15 Kilometer mit je 4 Laufstunden) nicht hart erarbeiten, sondern mit Freude und in bester Gesellschaft genießen wollten. Musste es sich “leicht gehen”.

Das Format der Wanderung erlaubt, dass sich ausprobiert werden kann und kein teures Equipment im vorhinein gekauft werden muss. Das Erproben der vorhandenen Ausrüstung und das Optimieren, sind wichtige Lerninhalte. Meine Kollegin Nicole nahm hierbei die Rolle der “Camp-Fee” ein. Sie transportierte nicht nur zu schwere Schlafsäcke, Isomatten  und Tarps/Zelte.

Sie versorgte uns auch morgens und abends mit Trinkwasser und kochte mit und für uns die leckersten Gerichte, teils direkt am Lagerfeuer *.

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SWR Expetition in die Heimat – Abenteuerliche Kräuterwanderung im Hunsrück

 

Der Film ist raus;)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie so eine Sendung entsteht und was für eine Arbeit dahinter steckt. Ein riesen Dank geht an das SWR Team und ganz besonders an Sara Endepols und Anna Lena Dörr! 

Hier geht`s zum Film 

Wir hoffen ihr habt soviel Freude beim schauen wie wir beim Dreh hatten. Ich bin so gespannt was ihr dazu sagt.

Da es schon Anfragen bzgl. der Giftigkeit von Beinwell gab und auch das Thema Feuer machen im Wald, verständlicherweise für Aufregung sorgte will ich mich vorweg dazu äußern.

Es war dem Filmteam nicht möglich solche detailreichen Infos in diesem Format unterzubringen ohne an Leichtigkeit einbüßen zu müssen.

Seit die Kommission E im Beinwell Pyrrolizidinalkaloide gefunden hat, wird er nicht mehr innerlich zur therapeutischen Einnahme angezeigt. Jedoch macht hier wie bei Allem die Menge das Gift und es werden durch das Essen von ein paar Blättern im Jahr keine toxisch, relevanten Mengen an reinem Pyrrolizidinalkaloid erreicht. So habe ich es in meinen Heilpflanzen-Ausbildungen unter anderem von Susanne Fischer-Rizzi gelernt. Ihr Kochbuch- Wilde Küche möchte ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen.

Das Feuer haben wir auf dem privaten Gelände der Burg Waldeck (im Ehrenhein) unter Absprache mit dem zuständigen Förster und nach einem Regentag Ende Juni gedreht. Uns ist es sehr wichtig das mit dem Thema Feuer, bei erhöhter Waldbrandgefahr (wie es aktuell der Fall ist) sorgsam umgegangen wird! In unseren Ausbildungen und Seminaren wird darauf intensiv geschult.

Zwei ” Kommunikations-Fehler ” haben sich eingeschlichen, die ich hier korrigieren mag.

1. Auf meiner KräuterWalz 2021 habe ich mich nicht ausschließlich von Wildpflanzen ernährt. Dafür war ich viel zu häufig bei wunderbaren Menschen zum Essen eingeladen;)

Ich habe auf meinen Wanderungen jedoch viel Wildpflanzen gesnackt und weitere für mich wertvolle Erfahrungen sammeln können.

2. Zum entfachen des Feuers mit Schlageisen und Feuerstein habe ich neben der Birkenrinde auch Black-Jack (verkohlten Baumwollstoff) genutzt um den Funken aufzufangen.

Thats it;)

Eure Maria Salomé Hoffmann und Team

Das wunderschöne Baybachtal

 

 

Gold des Waldes

Baumharz
Bäume produzieren Harze, um sich zu schützen. Sie benötigen sie bei Verletzungen zum Verschließen der Wunden. So können weder Nässe, Viren, Bakterien noch Pilze oder Schädlinge in die Wunde gelangen. Über Harzkanäle tritt das flüssige Harz an die Oberfläche. Baumharze bestehen hauptsächlich aus Harzsäuren und ätherischen Ölen. In unseren Wäldern finden sich Baumharz von z.B. Fichten, Tannen, Lärchen, Douglasie, und Kiefern.

Alle oben genannten Harze wirken:
desinfizierend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, hustenreizstillend, wärmend, auswurffördernd, Fremdkörper ausziehend, abschwellend, hautbildverfeinernd, entzündungshemmend und können wirkungsvoll gegen Bakterien, Keime, Vieren und Pilze eingesetzt werden.

Somit unterstützt die aus Harz gewonnene
Salbe die Heilung bei folgenden Beschwerden:

Atemwegserkrankungen, Schmerzen des Bewegungsapparates – Muskelkater und Muskelverspannungen, Rheumatische Beschwerden, Arthrose und Gicht, innere Unruhe, Pilzerkrankungen (außer Schleimhäute), Neuralgien, Wunden, großporige und unreine Haut, Furunkel, Splitter unter der Haut.

Harze richtig sammeln

Im Alpenraum wird das Pech, wie Baumharz dort genannt wird, -sammeln noch traditionell, aber auch kommerziell betrieben. Die Berufsbezeichnung heißt Pecher. Es gibt nicht mehr viele Pecher, die nach alter Tradition sammeln. In Niederösterreich werden die Schwarzföhren noch beerntet. Dafür wird die Rinde vorsichtig entfernt und der Stamm mit vielen Schnitten versehen.
So rabiat müssen und sollten wir für unsere “Pechsalbe” nicht vorgehen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, finden wir viele Bäume mit dem kostbaren Harz. Gerade jetzt, da unsere Fichten in großen Massen dem Klimawandel zum Opfer gefallen sind, können wir an sogenannten Kahlschlag-Rändern verletzte Fichten finden. Oft sind es große Wunden, die bei den Fällarbeiten von umstürzender Bäume den gesunden zugefügt wurde.

Ich sammle am liebsten die kleinen Perlen. Sie entstehen, wenn das Harz aus einer Wunde den Baumstamm herunterläuft. So kann der Baum nicht aus Versehen wieder verletzt werden.

Um klebrigen Fingern vorzubeugen, sammle ich das Gold des Waldes mit einem Löffel in ein Schraubglas. Da Harz einen hohen Anteil ätherischer Öle enthält, wird es ebenfalls im Schraubglas aufbewahrt, luftdicht verschlossen und kühl und dunkel gelagert. So steht es uns jederzeit zur Verfügung.

Harzsalbe                                                                

Zutaten:

40 g Harz
100 ml fettes Öl z.B.: Olivenöl auch eine Ringelblumen- Mazeration ist eine gute Wahl
13 g Bienenwachs
ätherisches Öl z.B. Zirbelkiefer, Weißtanne, Douglasie, Kampfer oder Lavendel
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Warum Wildpflanzenschule?

Immer wieder werde ich gefragt warum ich meine Wildnisschule “Wildpflanzenschule” genannt habe. Wir Wildnispädagogen und alle Naturbegeisterten haben ja so einige Bereiche mit und in denen wir uns so richtig austoben können.
Das Spurenlesen– ein unendliches weites Feld, die Wildniswerksatt– vom Bogenbau übers Körbeflechten und mehr, Wetterkunde, Umherstreifen/Wandern, Die Vogelsprache erlernen, Feuer, Wasser und vieles mehr….ihr ahnt es schon so viele unerschöpfliche Themenfelder.

Jede einzelne Disziplin im Bereich Wildnispädagogik lässt uns staunen und wir begreifen schnell – ein Leben reicht einfach nicht aus, um alles erfahren zu können was uns begeistert. Nun, mich haben die wilden Pflanzen ganz früh gepackt und ich bin nie wieder von dieser grünen Welle abgestiegen. Zu spannend, heilsam und erfüllend ist für mich das Thema Pflanze.

Wildpflanzen – ein Oberbegriff für Heilpflanzen, Nahrungspflanzen und Kräuter. Wildpflanzen decken alle Bereiche ab. Denn auch unsere Kräuter, Heilpflanzen und viele Bäume aus der Ferne – wie Rosmarin, Walnussbaum, Ingwer und Co sind in anderen Ländern Wildpflanzen. Das bedeutet sie gedeihen ohne Pflege vom Mensch in der freien Natur. Unter den Wildpflanzen befinden sich auch die Ursprünglichen Vorfahren unserer Kulturpflanzen.
Wie zum Beispiel die Wegwarte der Urahne des Chicoréesalates ist und aus der Wilden Möhre unsere heutige Karotte entstand.

Da ich alle Bereiche der Pflanzen schätze- Nahrung, Heilmittel, Baumaterial, Schönheit, Genuss und vieles mehr, wollte ich mich nicht auf eine der wunderbaren Eigenschaften beschränken und habe um sie alle zu ehren meine Wildnisschulschule –Wildpflanzenschule genannt.

Es begeistert mich wie Pflanzen Alles mit Allem verbinden. Ohne Pflanzen gäbe es keinen Sauerstoff auf dieser Erde und folglich auch uns nicht. Beschäftigt man sich mit einem Thema aus der natürlichen Welt, gelangt man früher oder später immer zu den Pflanzen und über sie oder durch sie durch zu allen anderen Themen.

Man kann sich ein Netz vorstellen gewebt aus Erfahrungen. Manche Stränge sind schon etwas dicker und andere noch dünn. Ein schönes Bild ist es, dass dieses Netz des Lebens Jeden trägt und mit Allem verbunden ist. Das war die Vorstellung unserer Vorfahren. Sie nannten dieses Netz Wyrd. Daher kommt der Ausdruck verwirrt. Und jedes Mal wenn ich wieder ein Natur-Rätsel gelöst hab, bin ich ein Stückchen mehr “verwyrd” und freue mich darüber 😉

Es macht einfach Sinn und Freude die Natur lesen zu lernen und meine Muttersprache ist grün.

Liebe Grüße und einen wilden, freien Frühling wünsch ich euch

Maria Salomé