Das Packen der Wildkräuterkisten

Gestern habe ich die ersten Wildkräuterkisten der Saison verschickt. Ich freue mich sehr über diese Art der arbeit. Begleitet von Vogelgezwitscher und Sonnenschein frische Wildpflanzen zu ernten, den eigenen Gedanken nachsinnend, umgeben von den Pflanzenfreunden über die ich in der Wildpflanzenschule spreche und fast Zeitlos sein;-) ich kann mir grade nichts Schöneres vorstellen.

Die Brennessel hat es in sich bemerke ich und nehme mir vor das nächste Mal Handschuhe zu benutzen. Bei den Mengen! Direkt danach ist der Spitzwegerich dran und siehe da, die Stiche der jungen Brennessel sind fast vergessen. Die Taubnessel blüht und muss unbedingt mit in die Kiste. Sie duftet herrlich nach Champignons. Dort drüben ist ein ganzes Feld mit Giersch. Gleich unter dem Apfelbaum. Sie winken mir schon zu, die dreigeteilten, hellgrünen Blätter.
Das erste Blättchen lasse ich mir auf der Zunge zergehen….hmmmm schmeckt möhrig, wild und frisch!

So nasche ich mich durch den Morgen. Na klar, anschließend ist meine Hose schmutzig und ganz ohne Schweiß geht es auch nicht aber ich genieße das Sammeln, ist es doch eine ganz menschgerechte Tätigkeit und lässt mich spätestens beim packen der Kisten zufrieden schmunzeln.

Nach dem Packen gibt es ein Schmankerl aus den wilden Köstlichkeiten

Welche der wilden Pflänzchen hat es euch denn grade besonders angelacht? Und wie bereitet ihr sie am liebsten zu?

Eine Wildkräutersuppe mit Mandelmilch zubereitet,
mit geröstetem Brotwürfeln und Nüssen serviert. Guten Appetit

Die Wildkräuterkisten sind für Menschen gedacht, die nicht die Möglichkeit haben selbst zu sammeln. Das Abo bietet eine schöne Gelegenheit sich mit den wilden, grünen Köstlichkeiten etwas Gutes zu tun.

Ein Zaun aus Weiden

Letztes Jahr ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Einen lebendigen Zaun zu pflanzen. Einen Zaun aus Weiden.
Ich mag Zäune nämlich eigentlich gar nicht so gerne. Hecken hingegen finde ich toll.
Leider brauchen die mindestens eine Weile;-) bis sie hoch genug sind um nicht nur Vögeln sondern auch mir Deckung zu gewähren. “Ein Zaun aus Weiden- dachte ich – ist schnell errichtet, kostet nix und hat ein sympatisches Eigenleben ”

Gesagt getan
Anfang April suchte ich meine Kopfweidenquelle auf, schnitt ca. 1000 fingerdicke, einen Meter hohe Weidenruten und stopfte sie (ich weiß bis heute nicht wie ich das geschafft habe) in meinen kleinen Zweitürer. Es hat fünf Minuten gedauert bis ich hinterm Lenker saß. Ohne aufgespießt zu werden und mit einigermaßen freier Sicht. Promille-Wege (Schleichwege) sind nicht nur was für Menschen mit zu viel Hopfen und Gerste im Gepäck.

Zuhause angekommen, steckte ich die Weidenruten bündelweise in die Regentonnen. Dort “wässerten” sie eine Nacht. Am nächsten Morgen, ich konnte es kaum erwarten, begann ich mit meinem Werk. weiterlesen…