Feuer und Pfanne-Cheddar-Pizza mit Wildkräutersalat vom Lagerfeuer

Vor einem Monat begegnete ich Frank Brunswig Profikoch, seines Zeichens, auf ganz spezieller Gourmet-Mission, durch den Hunsrück. Er ist mit seiner Vesper unterwegs, besucht Menschen die Lebensmittel auf alte oder besondere Weise produzieren. Oder, wie in meinem Fall, finden:)

Für die wilden Kräuter auf seiner Cheddarpizza am Lagerfeuer gezaubert, besuchte er mich in Sevenich.

Die gemeinsame Zeit war voll mit spannendem Koch- und Wildpflanzen Austausch unnnnd lecker war´s auch noch! Aber macht euch selbst ein Bild, hier gehts zum SWR Film:

Heute für euch im Portrait eine Pflanze mit Bärenkräften

Der Bärlauch                          

Allium Ursinum

Lauchgewächse/Alliaceae

 

Inhaltsstoffe
Lauchöle, Flavonoide, Biokatalysatoren, Fructose, Schwefel, Chlorophyll und reichlich Vitamin C

Alles was über den Knoblauch gesagt wird, stimmt auch für den Bärlauch. Durch die Kultivierung des Knoblauches hat er einen Teil seiner ursprünglichen Kraft eingebüßt. Der Bärlauch ist im Geschmack etwas milder und sanfter zu unserem Verdauungssystem. In erster Linie wirkt er auch dort.

Der Hirsch, der Bär und der Wolf begleiteten unsere Vorfahren, und ihre natürliche Kraft beeindruckte sie. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie kraftvollen Pflanzen ihre Namen gaben: Bärenklau, Hirschzungenfarn, Wolfstrapp.

Der Bärlauch hat seinen Namen von den starken und ausdauernden Bären. Nach dem Winterschlaf schleppen sich die Bären nach draußen und tun sich gütlich an diesem ersten Grün im Jahre. Er putzt ihre Gedärme durch und schmeißt den Ofen wieder an. Auch wir verwenden ihn als Frühjahrskur zum Reinigen und Entgiften. Er treibt den Winter aus unseren Gliedern und Köpfen und gibt mit seinem extra Schuss an Vitamin C neuen Schwung.
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Die Kräuter-Walz

Die Kräuter-Walz
Teil 1

Einige von euch wissen es ja schon: Nächstes Jahr werde ich mich für ein paar Monate “gehen” lassen. Die Kräuter-Walz steht vor der Tür. Die Idee reift schon lange heran. Wandern, Menschen besuchen/finden welche Wildpflanzenprojekte und ihre Erfahrungen mit mir teilen wollen.

Erst mal Resetten:
Für die erste Zeit will ich ganz abtauchen in die Natur. Mich von ihr umschließen lassen mit allen Höhen und Tiefen die da auf mich zukommen wollen. Aber danach würde ich mich über Gesellschaft freuen. Dann besuche ich entlang des Weges die Dörfer und lass mich hinziehen und hoffentlich auch hineinziehen in die Gärten in denen es blüht und duftet. Werde anklopfen an die Türen der Häuser, die zu diesen Gärten gehören und hoffentlich Menschen finden die mich im Tausch gegen Pflanzen-Wissen und Gartengestaltung in ihren Gärten beherbergen. Nach Erfahrungs-Austausch, sammeln Rezepte und Geschichten rund um Pflanzen steht mir der Sinn. Dabei mag ich möglichst autark unterwegs sein.

Diesen Austausch, Begegnungen, Rezepte und Abenteuer möchte ich anschließend mit euch teilen.

Ausrüstung:
Gestern (19. Oktober 2020) ist mein transportables, 483 g leichtes Zuhause mit der Post gekommen;) Das Tarp: https://haengemattenshop.com/bushmen-ultralight-tarp-3-x-3-green.html
Plötzlich beschäftige ich mich wieder (gefühlt seit 15 Jahren nicht mehr) mit den neusten Outdoor Produkten.
Es hat mich nie gestört das meine Wald und Wiesen Ausrüstung aus dem letzten Jahrtausend stammt. Im Gegenteil ich bin stolz darauf. Da sind schon ein paar Schmuckstücke dabei.

Nun aber, da ich für länger und in stetiger Bewegung, möglichst zu 99% autark unterwegs sein will, ist manches einfach zu klobig. Auch die riesigen Trekkingrucksäcke die ich auf Reisen immer dem Rollkoffer vorgezogen habe kommen auf den Prüfstand.
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Vortrag vom Leben in den Wäldern

 

Die Wildnispädagogin Maria Salomé Hoffmann sammelt frische Kräuter und kocht sich eine wilde Suppe im Baybachtal, wo sie auch gerne  übernachtet.

Mit dem Wunsch nach einem einfachen, natürlichen Leben zog ich 2006 “Hinaus” und verbrachte 1 Jahr und ein paar Monate meiner wildnispädagogischen Ausbildung in den Wäldern Österreichs.
In diesem intensiven Naturmentoring-Programm lebte ich in einer selbstgebauten Hütte und führte ein einfaches Leben, inmitten wunderschöner Natur.

Ich möchte Euch von dieser Draußen-Zeit  berichten. Von den Menschen, Tieren und Pflanzen die mit mir dort gelebt haben. Von unseren gemeinsamen Abenteuern und Alltäglichkeiten ohne Steckdose und Wasserhahn. Von den Regeln unserer Mentoren, von den Verlockungen der nahen Stadt und der Wildnis der Berge. Von warmen Sommernächten und eisigen Wintertagen. Von Umwegen und Erfolgen. Vom Aufgeben und weiter machen – kurz vom (Über)-Leben.

Eine Auswahl der wichtigsten Gegenstände und Übungen werden für Euch diese wilde Zeit sinn-haft erlebbar machen.  Zum Abschluss des Vortrags freue ich mich auf Eure Fragen.

13. September 2021 im Kulturverein Chapitol – 56290 Sevenich
Wann: 17:00 -ca. 19:00 Uhr
Preis: 9 Euro 70% der Einnahmen gehen an die Stiftung Target von Rüdiger Nehberg

Ein Feuer wird entfacht (Drillbogen)

 

Heute für euch im Portrait “Wermut gleich mehr Mut”

Wermut  Artemisia absinthium
Korbblütler / Asteraceae

Wermut erscheint wie mit Mondlicht übergossen.
Ich kann ihn in stockfinsterer Nacht, ohne zusätzliches Licht, im Kräuterbeet finden. Kein Wunder haben ihn doch auch schon die Menschen in der Antike zu den sogenannten Mond-Kräutern gezählt. Im Kräutergarten wächst er auch in unseren Breiten am wahrscheinlichsten. In der freien Wildbahn begegnen wir ihm selten. Hier und da mal in einem Weinberg oder in einem verwilderten Garten. Wermut ist aus meiner Erfahrung eine Pflanze die Hilft die körperliche so wichtige Tätigkeit der Verdauung zu unterstützen aber genauso kann er helfen all das zu verdauen was uns seelisch schwer im Magen liegt. Hildegard sagt er macht die Augen klar und meint damit den grauen Star. Ich habe auch schon erlebt das er die Sicht auf die eigene kleine Welt klärt, das Herz stärkt und den nötigen Mut schenkt Situationen zu erkennen und zu verlassen die uns nicht mehr gut tun. Der Wermut schenkt mehr Mut!

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