☆ Gute Laune Frühlinssalz ☆

Momentan hat mich das Kräutersalzen voll und ganz in seinen Bann gezogen.
Hiermit mag ich euch mitnehmen auf diese wilde und kreative Reise.
Was gibt es Schöneres als die Vielfalt der frischen Farben, Aromen und Düfte des Frühlings zu einzufangen?

Das Löwenzahn-Kurkumasalz ist Sonne pur? Und noch dazu so einfach.
Es geht nicht anders, dieses Salz macht happy.
Schon beim Sammeln und Mörsern, steigt die Laune.

Alles was es braucht:

ein Mörser oder Blender
4 gestrichene Essl gutes Salz
3 Löwenzahnblüten (nur die gelben Zungen- und Röhrenblüten)
5 hauchdünn, geschnittene Kurkuma Scheiben

Das Veilchensalz-Rezept habe ich vor ein paar Tagen gepostet.

Alle Zutaten werden gemörsert oder gemahlen bis die intensive gelbe Farbe euch entgegen hüpfen will;)

Ich finde Kurkuma passt einfach wunderbar zu Löwenzahn.
Er intensiviert nicht nur die Farbe und ergänzt seine wohltuende Wirkung auf den Magen, Darm, Nieren, Leber und Galle. Kurkuma passt geschmacklich auch noch hervorragend zur sanft, süßen Löwenzahnblüte.

Da diese Mischung im Gegensatz zum Veilchensalz mehr Feuchtigkeit, durch den Kurkuma erhält, lasse ich sie über Nacht, ausgebreitet auf einem Teller im warmen Zimmer abtrocknen.

Dann wird fröhlich Farben geschichtet.
Das macht noch mal richtig Laune;)
Ich fange mit Löwenzahn an und höre mit Löwenzahn auf.

Jenachdem wie groß das Glas ist, gibt es zwei, drei oder mehrere Schichten.

Tipp:
Lasst das schöne Salz nicht in der Sonne stehen. Eigentlich müssten alle Pflanzenzubereitungen dunkel lagern. Sonnenlicht zerstört auf Dauer die wertvollen Flavonoide = Sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem auch Farbgeber.

Deswegen lieber im dunklen Schrank lagern, regelmäßig auf den Tisch und flott, weg genießen;)
Lieber bald eine neue Kreation austesten.

Naaaa? Schon Ideen für ein farbenfrohes Schichtsalz? 🌻

Duftendes Veilchen 💜 Salz zu Ostern

Meine jüngsten Wildpflanzenschülerinnen haben mich gestern mit einem Körbchen Duftveilchen ♡ Viola odorata♡ beschenkt. Happy me. Sie haben direkt neben ihrem Haus im Wald eine üppige Veilchen-Quelle, so sagenhaft und märchenhaft schön. Jedes mal wenn ich dort bin sprudelt mir das Herz über, von soviel Schönheit und Duft. An diesen Stellen darf dann auch ein bisschen gesammelt werden.

Das Duftveilchen wird auch Märzveilchen oder Wohlriechendes Veilchen genannt und gehört der Familie der Veilchengewächse an. Es ist natürlich vor allem wegen seines süßen Dufts beliebt und wurde schon in den Gärten der Antike als Heilpflänzchen geschätzt.

In heutiger Zeit wird das Duftveilchen bei Beschwerden der Atemwege, nervösen Herz- und Befindlichkeitsstörungen, Hautbeschwerden und Rheuma verwendet. Das ätherisches Veilchen Öl ist zur Parfümherstellung nur über die sehr kostspielige Extraktion mit Fetten, die sogenannte Enfleurage zu gewinnen.

Da bald Ostern vor der Tür steht und traditionell viele Eiergerichte gegessen werden, darf ein besonderes Salz nicht fehlen. Ich mag meine Liebsten mit einem wunderbar duftenden Veilchensalz erfreuen.

Grund-Rezept für frische Kräutersalze:
Hierfür einfach einen Esslöffel Veilchen auf zwei Esslöffel gutes, helles Salz geben und mörsern. Die Blüten werden frisch verwendet, höchstens leicht angetrocknet um den Duft noch zu steigern. Das Salz konserviert die wertvollen Inhaltsstoffe, lediglich Wasser darf noch entweichen. Hierfür könnt ihr die fertige Mischung über Nacht ausgebrietet an einem zimmerwarmen Ort abtrocknen lassen. Die Farben solcher „Frischpflanzenverreibungen“ sind einfach wunderschön und halten sich dunkel aufbewahrt (je nach Pflanze) ein paar Monate.
Das Salz ist aber natürlich ewig haltbar!

Ich hoffe noch auf wenige Blüten Löwenzahn. Hier im Mittelgebirge ist es noch zu kalt, die Sonne lockt ihn aber bestimmt bald hervor. Ich würde gern mein fliederfarbenes Veilchensalz, abwechselnd mit dem sonnengelben Löwenzahnsalz ins Glas schichten.

Ich liebe diese Farbespiele. So könnt ihr eure Lieblings Wildpflanzen über´s ganze Jahr im Glas einfangen. Probiert es mal aus ♡

Kennt ihr euch aus, mit unseren unterschiedlichen Veilchensorten?
Alle Veilchen die im Frühjahr, wild, klein und violett auf den Wiesen zu finden sind, können verwendet werden (sind genießbar) aber nur das Duftveilchen duftet! Bitte keine Alpenveilchen verwenden!

Tipp:
Die Blüten von folgenden Pflanzen können (so sie denn reichlich wachsen) im März und April auch verwendet werden.

Beispiele: Gänseblümchen, Löwenzahn, Bärlauch, früher Flieder, Taubnessel, Magnolie, Obstbaum wie Kirsche, Apfel, Schlehe und Co.

Finger weg von den Schlüsselblumen;)

Natürlich könnt ihr auch andere Pflanzenteile, wie Blätter, Samen, Früchte, Rinden, Wurzeln, verwenden und somit einen endlosen, kreativen Prozess der Rezept-Entwicklung in Gang setzten.

Ich wünsche euch ein blütenreiches, belebendes und leckeres Osterfest.
Lasst mich gerne teilhaben an euren Kreationen.

Eure Maria Salomé Hoffmann

Gold des Waldes

Heute für euch im Portrait das wunderbar, duftende und heilsame

Baumharz

Bäume produzieren Harze, um sich zu schützen. Sie benötigen sie bei Verletzungen zum Verschließen der Wunden. So können weder Nässe, Viren, Bakterien noch Pilze oder Schädlinge in die Wunde gelangen. Über Harzkanäle tritt das flüssige Harz an die Oberfläche. Baumharze bestehen hauptsächlich aus Harzsäuren und ätherischen Ölen. In unseren Wäldern finden sich Baumharz von z.B. Fichten, Tannen, Lärchen, Douglasie, und Kiefern.

Alle oben genannten Harze wirken:
desinfizierend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, hustenreizstillend, wärmend, auswurffördernd, Fremdkörper ausziehend, abschwellend, hautbildverfeinernd, entzündungshemmend und können wirkungsvoll gegen Bakterien, Keime, Vieren und Pilze eingesetzt werden.

Somit unterstützt die aus Harz gewonnene
Salbe die Heilung bei folgenden Beschwerden:

Atemwegserkrankungen, Schmerzen des Bewegungsapparates – Muskelkater und Muskelverspannungen, Rheumatische Beschwerden, Arthrose und Gicht, innere Unruhe, Pilzerkrankungen (außer Schleimhäute), Neuralgien, Wunden, großporige und unreine Haut, Furunkel, Splitter unter der Haut.

Harze richtig sammeln

Im Alpenraum wird das Pech, wie Baumharz dort genannt wird, -sammeln noch traditionell, aber auch kommerziell betrieben. Die Berufsbezeichnung heißt Pecher. Es gibt nicht mehr viele Pecher, die nach alter Tradition sammeln. In Niederösterreich werden die Schwarzföhren noch beerntet. Dafür wird die Rinde vorsichtig entfernt und der Stamm mit vielen Schnitten versehen.
So rabiat müssen und sollten wir für unsere „Pechsalbe“ nicht vorgehen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, finden wir viele Bäume mit dem kostbaren Harz. Gerade jetzt, da unsere Fichten in großen Massen dem Klimawandel zum Opfer gefallen sind, können wir an sogenannten Kahlschlag-Rändern verletzte Fichten finden. Oft sind es große Wunden, die bei den Fällarbeiten von umstürzender Bäume den gesunden zugefügt wurde.

Ich sammle am liebsten die kleinen Perlen. Sie entstehen, wenn das Harz aus einer Wunde den Baumstamm herunterläuft. So kann der Baum nicht aus Versehen wieder verletzt werden.

Um klebrigen Fingern vorzubeugen, sammle ich das Gold des Waldes mit einem Löffel in ein Schraubglas. Da Harz einen hohen Anteil ätherischer Öle enthält, wird es ebenfalls im Schraubglas aufbewahrt, luftdicht verschlossen und kühl und dunkel gelagert. So steht es uns jederzeit zur Verfügung.

Harzsalbe                                                                

Zutaten:

40 g Harz
100 ml fettes Öl z.B.: Olivenöl auch eine Ringelblumen- Mazeration ist eine gute Wahl
13 g Bienenwachs
ätherisches Öl z.B. Zirbelkiefer, Weißtanne, Douglasie, Kampfer oder Lavendel
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Aus der Reihe „Gartenglück“

Dieser kleine Film ist entstanden während den Bauarbeiten zum Bauerngarten. Es ist fantastisch zu sehen wie er Strukturen annimmt, welche ich im Winter, aufs Papier gebracht habe. Der Drohnenflug! Wow wie der Garten von oben aussieht, einfach schön. In Zukunft will ich hier Kindern und Erwachsenen etwas über Pflanzen erzählen, zeigen und selbst erfahren lassen. Dafür wird das Projekt von der LAG-Hunsrück gefördert. Wichtig ist mir zu korrigieren, dass wir ab Dato 6 Jahre in Sevenich sind, keine 10 Jahre. Und der Garten mit Hilfe meines Mannes, Freunden, Familie und einer tollen Projektmanagerin- Irmi Spiegel, gebaut wird. Ich könnte das nicht alleine schaffen! Ein von Herzen kommendes Danke an ALLE Beteiligten. Auch an die Pflanzen natürlich, die sich so geduldig, wartend im Zwischen-Beet zeigen oder noch einmal umsiedeln lassen;) Das Projekt Gartenbau hat mich sehr gefordert und Vieles gelehrt. Ich will es nicht missen. Es bleibt spannend.

Hier geht’s es zum Film

5. tägige Wildnis Wanderung im Hunsrück

Drei Wochen ist es jetzt her, dass wir unsere Rucksäcke schulterten und zu einem 5. tägigen Abenteuer direkt vor der Haustüre aufbrachen. Und noch immer wirkt sie nach, diese Reise durch die tiefen, grünen Täler und windigen, sonnigen Höhen des Hunsrücks.

Hier gibt es mehr Infos zum Format der Wanderung

Am 1. Tag der Wanderung kamen 11 Wanderwillige in Oppenhausen (Ehrbachtal) aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Hier wurden die Rucksäcke noch einmal gewogen.
Zu Schweres wurde aussortiert und landete im Küchenwagen. Ganz nach dem Motto „take less do more“. Mehr als 10 Kilo sollte niemand tragen müssen. Da wir die Tagesetappen (meist um die 15 Kilometer mit je 4 Laufstunden) nicht hart erarbeiten, sondern mit Freude und in bester Gesellschaft genießen wollten. Musste es sich „leicht gehen“.

Das Format der Wanderung erlaubt, dass sich ausprobiert werden kann und kein teures Equipment im vorhinein gekauft werden muss. Das Erproben der vorhandenen Ausrüstung und das Optimieren, sind wichtige Lerninhalte. Meine Kollegin Nicole nahm hierbei die Rolle der „Camp-Fee“ ein. Sie transportierte nicht nur zu schwere Schlafsäcke, Isomatten  und Tarps/Zelte.

Sie versorgte uns auch morgens und abends mit Trinkwasser und kochte mit und für uns die leckersten Gerichte, teils direkt am Lagerfeuer *.

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